1. Die Wirtschaft muss den BürgerInnen dienen

Kein weiterer Ausverkauf

Kommunales Wirtschaften ist kein Selbstzweck.

Bildung- und Ausbildung, Ver­kehr, Gesundheitswesen, Ener­gie und Wasser, preiswerter Wohnraum und vieles mehr ge­hören zur öffentlichen Daseins­vorsorge. Sie dürfen nicht aus­schließlich dem Gewinnstreben dienen. Das unterscheidet kommunale Wirtschaftsbetriebe von einem Konzern.

DIE LINKE. Ingolstadt fordert:

  • Kein weiterer Verkauf von BürgerInneneigentum.
  • Keine Privatisierung kommu­naler Aufgaben, wie z.B. der Müllabfuhr.
  • Rückführung privatisierter Be­triebe, wie der Stadtwerke, in kommunale Verantwortung.
  • Keine schleichende Privatisie­rung durch Öffent­lich - Private - Partner­schaftsprojekte (Puplic-Pri­vat-Partnership - PPP).

Transparenz

Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht zu erfahren, was mit dem Geld passiert, mit dem die Stadt arbeitet.

DIE LINKE. Ingolstadt fordert:

  • Mehr Transparenz in der Wirt­schaftstätigkeit der kom­munalen Betriebe und der Betriebe mit städtischer Be­teiligung.
  • Offenlegung der Kalkulation und Preisgestaltung bei Ge­büh­ren und Verbrauchskos­ten, ein­schließlich der Ener­gie- und Wasserpreise.

Sozialer Mindeststandard

Prekäre Beschäftigungsverhält­nisse und Niedriglöhne sind so­zial unverantwortlich. Ihr Spar­effekt ist gering, denn auf der anderen Seite wird der So­zial­etat belastet.

Zunehmende Niedrigeinkünfte im öffentlichen Sektor heizen le­diglich die nach unten gerichtete Lohnspirale an.

DIE LINKE. Ingolstadt fordert:

  • Einhaltung von sozialen Min­deststandards für alle Be­schäf­tigten bei der Stadt und den kommunalen Betrieben.
  • Keine Beschäftigung in kom­munalen Betrieben unter dem Tarifvertrag für den Öffentli­chen Dienst.
  • Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze statt Ein-Euro-Jobs.
  • Tariftreueerklärung als Vor­aussetzung für die Vergabe öf­fentlicher Aufträge an pri­vate Firmen. Sanktionierung von Verstößen.
  • Kommunale Betriebe sollen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Mit konkreten betrieblichen Weichenstellun­gen, wie Teilzeitarbeitsplätze, Bildungsangebote, Rückkehr zu gleichwertigen Arbeitsplätzen nach der Elternzeit etc., muss die Stadt Vorbild für die Wirt­schaft sein.