3. Soziale Kompetenz und BürgerInnennähe

Stadtteilstrukturen

Mit dem Wachstum der Stadt entwickelt sich ein differenzier­tes soziales und räumliches Gefüge, das neue Anforderun­gen an die soziale Kompetenz der Stadtverwaltung und an die sozialen Einrichtungen stellt.

Die „Soziale Stadt“ ist eine Ziel­stellung für die Entwicklung der Gesamtstadt und nicht der Not­behelf für Problemstadtteile.

DIE LINKE. Ingolstadt fordert:

  • Soziale Einrichtungen müs­sen dezentralisiert und näher zu den Menschen gebracht werden.
  • In allen Stadtbezirken Ingol­stadts müssen Stadtteilzent­ren auf- und ausgebaut wer­den.
  • Die Stadtteilzentren sollen niedrigschwellige, ganzheit­liche Angebote für Jung und Alt be­reitstellen und müssen mit aus­reichend Sozialarbei­terInnen und anderen Fach­kräften ausges­tattet werden.

Sozial- und Familienkompe­tenz­zentren

Aktive Sozialpolitik wirkt präven­tiv. Es darf nicht erst geholfen werden wenn Menschen, Fami­lien, Personengruppen oder ein Stadtbezirk zum "Problem" wer­den. Sozialpolitik dient der Hilfe

und Unterstützung in allen Le­bensbereichen und nicht der so­zialen Kontrolle.

DIE LINKE. Ingolstadt fordert:

  • Den schrittweisen Ausbau von Stadtteilzentren zu So­zial- und Familienkompetenz­zentren. Machbare Einzel­maßnahmen müssen sofort realisiert werden.
  • Kindergeschrei ist Zukunfts­musik. Alle Neugeborenen be­kommen ein Willkom­menspaket. Inhalt sind Erzie­hungstipps, eine Adressen­sammlung für Bera­tungs­möglichkeiten und Leis­tungs­angebote sowie Gut­scheine für öffentliche Einrich­tungen und Schnupperkurse, vom Babyschwimmen bis zur Mu­sikschule.
  • Wohnortnahe Bündelung al­ler Sozialleistungen. Soziale Ange­bote müssen zu den BürgerIn­nen und nicht umge­kehrt.
  • Lebensbegleitende soziale Angebote von der Geburt bis ins hohe Alter.
  • Durchschaubare Strukturen und kurze Weg in den Ein­rich­tungen. Ausbau örtlicher und überregionaler Netz­werke kom­munaler Einrich­tungen und freier Träger.

Stadtpass

Zur Lebensqualität gehören Mo­bilität und Zugang für Bildung, Kunst, Kultur, Gesundheit und Sport. Diese Bereiche dürfen nicht den Marktgesetzen unter­worfen werden und es darf keine einkommensbedingte Ausgren­zung geben.

DIE LINKE. Ingolstadt fordert:

  • Einen „Stadtpass“ für Arbeits­lose, ALGII - EmpfängerInnen, RentnerInnen, Sozialhil­feempfängerInnen, SchülerIn­nen, Studierende, Wehr- oder Ersatzdienstleistende.
  • Mit dem „Stadtpass“ können die öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadtregion kostenlos be­nutzt und Veranstaltungen zu ermäßigten Eintrittspreisen be­sucht werden.
  • Gesundheitskurse (Bewe­gung, Ernährung) sowie Bil­dungs- und Weiterbil­dungsan­gebote der VHS sind mit dem Stadtpass kosten­los.
  • Für private Veranstalter, für Sport- und andere Vereine er­wirkt die Stadt ähnliche Rege­lungen und vereinbart notfalls eine Kostenübernahme.