5. Zusammenleben in einer weltoffe­nen Stadt

Jede vierte Ingolstädterin und jeder vierte Ingolstädter kommt aus einer Familie mit Migrationshintergrund. Diese kulturelle Vielfalt ist Teil der Attraktivität unserer Stadt. Zugleich ist sie Herausforderung für die Ges­taltung des Zusammenlebens.

DIE LINKE. Ingolstadt fordert:

  • Ein Gesamtkonzept, das auf die interkulturelle Öffnung der Stadtgesellschaft abzielt und diese fördert.
  • Einrichtung eines Migrations­rates, der allen Menschen mit Migrationshintergrund offen steht.
  • Förderung der politischen Teilhabe, auch durch Übertra­gung von Entscheidungsbefug­nissen an den Migrationsrat.
  • Anlaufstellen für MigrantInnen sollen, im Rahmen des Migrationsrates, innerhalb der Stadtteil­zentren zur Verfügung gestellt werden. Bis dahin müssen kurzfristig Übergangslösungen geschaffen werden.
  • Unterstützung von Vereinen und Verbänden bei integrationsfördernden Projekten. Förde­rung und Ausbau von Begeg­nungen und Begegnungsmög­lichkeiten.
  • Ingolstadt muss sich für die Abschaffung der Lagerpflicht für Flüchtlinge einsetzen und in ei­gener Befugnis die Residenz­pflicht großzügig handhaben. Die Lebensbedingungen von Flüchtlingen in unserer Stadt müssen verbessert werden.
  • Nazis dürfen in einer weltoffe­nen Stadt keinen Platz haben. Aufmärsche und andere Aktivi­täten von Rechtsextremisten sind durch die Ordnungsbe­hör­den grundsätzlich zu verbieten.
  • Ingolstadt muss sichtbar für Frieden und Menschenrechte eintreten. Ingolstadts Oberbür­germeister soll sich in der Be­wegung „Bürgermeister für den Frieden“ engagieren. Öffentliche Auftritte oder Werbeveranstal­tungen der Bundeswehr dürfen durch die Stadt nicht gefördert werden.
  • Kein Geschäft mit extremer Ausbeutung. Keine Produkte aus Kinderarbeit (Bälle, Grab­steine etc.) in öffentlichen Ein­richtungen. Umstellung des An­gebotes im städtischen Bereich auf fair gehandelte Pro­dukte.