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7. Oktober 201014:00

Wem gehört die Welt?

Natürlich ist der Islam ein Teil Deutschlands und wie das Christentum aus jüdischen Wurzeln entstanden. Mag die Integrationsrede des Bundespräsidenten Machtpolitikern suspekt sein, sie trifft den Kern der latent schwelenden Auseinandersetzungen zwischen den Vertretern der Ein-Gott-Religionen. Einige Kirchenvertreter und konservative Politiker nehmen Anstoß. Fürchten diese um den Zustand christlicher Werte und Möglichkeiten? Geht es diesen um Rettung christlicher Seelen oder nur einfach um Besitzstandswahrung? Wovor hat man Angst? Von Anbeginn an vom Leben gebeutelt und zum Sterben geboren, haben die Menschen Götter erfunden. Seitdem ersetzen Götter andere Götter, kämpfen Götter gegen Götter. Und der eine Gott besiegte alle Götter von vorher und für nachher. Gab es doch Götter, die fehlbar und solche, die unfehlbar waren. Der eine und einzige Gott sei unfehlbar, weil er keine anderen Götter neben sich dulde, sagte man. Damit ist das Problem mit den sterblichen Göttern aus der Welt geschafft. Religionen löschen jedoch weiterhin Religionen aus. Wie es noch viele Götter gab, gab es Sieger und Verlierer. Seit nur einen Gott ist, gibt es nur Sieger. Da Religion in das begrenzte Denken der Menschen verflochten ist, scheint ihre Struktur dahingehend ausgelegt, andere Religionen zu besiegen. Der Gott der Barmherzigkeit besiegte den Gott der Rache usw. Religionen, sind Hoffnung gebende, großartige Überlebensstrategien vieler Menschen. Gäbe es sie nicht , müsste man sie erfinden. Der Sieg über den Tod scheint dabei das zentrale, alles entscheidende Thema. Wer will schon sterben? Islam und Christentum haben den einen Gott! Was also habt ihr zu befürchten? Die Sorge des Herrn Thilo Sarazzin, DEUTSCHLAND SCHAFFT SICH AB“? Die deutschen Christen sterben aus? Wen in der Welt juckt das? Es gibt genug andere Gotterfüllte und Gottesgläubige und andere ohne Gott.

Rolf Kaufmann

Martin Böck(martin.boeck@dielinke-ingolstadt.de)PermalinkTrackback-Link
Tags: integration, religion
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