Blogrolls

 

Archiv

 

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS-Reader

RSS 0.91Nachrichten
RSS 2.0Nachrichten
 
3. Dezember 201015:00

Verdienst oder tatsächlich verdient?

„Dickes Lohnplus für Siemens-Chef“

Leserbreif zu ebenjenen Artikel im Donaukurier am 03.12.2010

In diesem Artikel wird eine Lohnerhöhung des Siemens-Chefs, Herrn Peter Löscher, um 26 Prozent auf insgesamt über 10 Millionen Euro verkündet, die er angeblich „verdient“.

Zur Erinnerung, wie Deutschlands Manager aus dem Vollen schöpfen:

  • 2002 verdiente ein Vorstandsmitglied der im DAX notierten Firmen im Schnitt 1,25 Millionen Euro jährlich. Das waren pro Kopf 90.000 Euro mehr als im Vorjahr.
  • DaimlerChrysler zahlte im Schnitt 3,7 Millionen Euro und damit trotz einer Reihe von drastischen Managementfehlern 130 Prozent (!) mehr als im Jahr zuvor.
  • Bei Siemens stieg die Vergütung der Vorstände im Geschäftsjahr 2002/2003 pro Kopf um 29 Prozent auf 2,2 Millionen Euro.
  • Die Bezüge von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann stiegen von 6,9 Millionen 2002 auf rund 11 Millionen 2003.
  • Die acht Vorstände der Deutschen Bank verdienen mehr als die 603 Bundestagsabgeordneten zusammen.

(Quelle: „Die Reformlüge“ von Albrecht Müller, Seite 158).

Zum Vergleich möchte ich erinnern an die vielen Tausende, die entlassen wurden, und an  die, die schuldlos in die Hartz-IV-Situation geraten sind und mit bitterer Armut kämpfen. Nicht  außer Acht lassen möchte ich auch jene, die trotz Vollzeitarbeit zum Amt gehen und ums Geld zum Überleben betteln müssen. Im Jahre 1989 war bekanntlich der Mauerfall. Bis zu diesem Zeitpunkt herrschte noch die Soziale Marktwirtschaft und gab es noch keine einzige „Tafel“ in Deutschland. Ab dem Zeitpunkt, als der „Kalte Krieg“ gewonnen war, zeigt der Kapitalismus sein wahres Gesicht in seiner brutalsten Form. Die erste „Tafel“ wurde in Berlin im Jahre 1993 geöffnet. Heute, 20 Jahre später, sind es gut 860, Tendenz steigend. (Quelle: Wikipedia) Es werden Leute zu Stundenlöhnen von 3 Euro und weniger zur Arbeit gezwungen, kurz: unhaltbare Verhältnisse!

Dies alles haben aber wir selbst als Wähler in der Hand, vorausgesetzt wir schalten unser Hirn ein und lassen uns nicht durch manipulative „Nachrichten“ beeinflussen, durch Themen wie Fußball, welche Sängerin gerade in der Rangliste oben steht, oder was für ein Kleid die englische Königin gerade trägt. Da aber liegt das Problem. Ist die Masse so dumm, oder lässt sie sich wieder verführen? Ich weiß es nicht, aber ich versuche sie zu beeinflussen. Ist diese Mühe umsonst?

Mit freundlichen Grüßen
Rigobert Hacker

Martin Böck(martin.boeck@dielinke-ingolstadt.de)PermalinkTrackback-Link
Tags: lohn, soziale gerechtigkeit
Views: 100

Kommentar(e)

Mein Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht