Transparenz?
Leserbrief
zu dem Artikel „Beim Geld hört der Bürgerkonzern auf“ im Donaukurier vom 06.12.2010
Die in dem genannten Artikel beschriebene Geheimniskrämerei verstehen die wenigsten. Es macht einmal mehr deutlich den Unterschied zwischen den „kleinen Leuten“ und den „Honoratioren“, in diesem Fall der kommunalen Manager.
Schon seit Jahren werden die Gelder der Hartz-IV-Empfänger diskutiert, die Löhne der Leiharbeiter sind in der Spirale nach unten offen, nur die Einkommen der Banker und Manager sind nicht so ohne weiteres publik. Könnte es sein, dass dies einen Grund hat? Denn kaum möchte jemand wissen, was die „Chefetagen“ an Geldern beziehen, schon heißt dies „Neiddebatte“. Wer mit offenen Karten spielt und seine Leistung begründet, braucht doch keine Kritik zu fürchten.
In den genannten Fällen, bei denen man sich gegen eine Veröffentlichung sträubt, verleitet dies gerade zu, vielleicht sogar unbegründeten, Spekulationen. Stimmt das Leistungs-, Belohnungsgefüge etwa nicht? Oder warum sonst machen die Betroffenen so ein Geheimnis daraus, hat es vielleicht doch einen Grund? Schämen sie sich sogar, oder plagt sie ihr Moralgefühl? Um dies auszuräumen wäre es am besten, offen und ehrlich zu dem zu stehen, was man leistet und was man dafür bezahlt bekommt. Das ist nicht nur meine, sondern wahrscheinlich auch die Meinung der breiten Öffentlichkeit.
Mit freundlichen Grüßen
Rigobert Hacker
