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7. Dezember 201011:00

Verlustleistungsträger

Leserbrief

zum Artikel „Nonnenmacher fordert hohe Abfindung“ im Donaukurier vom 06.12.2010

„Beim Lesen dieser Zeilen bemächtigt mich ein starkes Gefühl der Ohnmacht über die grenzenlose Ungerechtigkeit, die in den letzten Jahren in unserer Gesellschaft geschieht. Der ‚Fall Nonnenmacher’ ist ja nicht der einzige. Auf der einen Seite wird einer langjährigen Verkäuferin, der man eine Unterschlagung eines Leergut-Kassenbons im Wert von ein paar Cent vorwirft, gekündigt, der Nächsten wird wegen einiger übrig gebliebenen und sowieso im Abfall landenden Quarktaschen gekündigt, und alles dies ist legal und gesetzeskonform.

Auf der anderen Seite werden ‚Millionen-Verdienste’ der Banker, Manager und Berater geradezu gefördert und mit der ‚Deregulierung’ des Marktes begründet. Wie ich glaube, werden es immer mehr Menschen, die derartige ‚Gerechtigkeit’ nicht mehr hinzunehmen bereit sind. Mein Appell an die Regierung: ‚Besinnen Sie sich wieder dessen, wozu Sie gewählt worden sind!’ Frau Merkel, Herr Westerwelle und Herr Seehofer haben alle einen Eid ‚zum Wohle des Volkes’ geschworen.

Auch die Hartz-IV-Empfänger und deren Kinder sind das Volk, ihre überwiegende Mehrzahl ist nicht freiwillig in diese missliche Lage geraten. Die Regierung wird, auch von ihnen, durch die Mehrwertsteuer mit bezahlt. Da die Regierung von den Steuerzahlern finanziert wird, sollte sie auch deren Interessen vertreten. Die ‚Schwächsten der Gesellschaft’ haben keine Lobby. Die gewählte Regierung sollte eigentlich der ‚Wächter und Garant’ für Gerechtigkeit und Moral in unserem Lande sein. Diesen Eindruck habe ich allerdings in den letzten Jahren immer  weniger, es könnte sonst nicht diese in den ‚Himmel schreiende Unterschiede’ geben.“

Mit freundlichen Grüßen
Roland Keller

Martin Böck(martin.boeck@dielinke-ingolstadt.de)PermalinkTrackback-Link
Tags: abfindung, kündigung
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