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25. Juli 201116:00

Politik vor Ort: Lebensmittelsicherheit

25. Juli 2011

Bundestagsabgeordneter Alexander Süßmair zu Gast bei der Neuburger LINKEN

Alexander Süßmair
Alexander Süßmair

Im Rahmen der Aktion ‚Politik vor Ort’ informierte der Augsburger Bundestagsabgeordnete Alexander Süßmair in einer öffentlichen Versammlung der Neuburger LINKEN zum aktuellen Thema ‚Lebensmittelsicherheit – Wann gibt es den nächsten Skandal?’.

Kompetent und kritisch zeigte der Referent, Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, zunächst die umfangreichen gesetzlichen Grundlagen für den Bereich Lebensmittelsicherheit auf.

Ausgehend von konkreten Skandalen der letzten Jahre, wie Rinderwahn, Schweinepest, Vogelgrippe, EHEC und den sich regelmäßig wiederholenden Gammelfleischfällen formulierte Alexander Süßmair das Unbehagen in der Bevölkerung: ‚Was können wir denn überhaupt noch bedenkenlos essen?’.

Zu den Positionen der LINKEN gehöre ein bessere Abstimmung der Kompetenzen zwischen Bundes- und Länderzuständigkeiten, vorbeugender Verbraucherschutz und eine Ablehnung von genveränderten Nahrungsmitteln, so der Abgeordnete. Dabei müsse jedoch auch immer der soziale Aspekt Beachtung finden, denn es dürfe nicht sein, dass sich nur noch Reiche gesunde Nahrungsmittel leisten können. Und dies könne, so die Meinung der Diskussionsteilnehmer, nur durch existenzsichernde Löhne und finanzielle Besserstellung der sozial schwächeren Gesellschaftsschichten ermöglicht werden. Die landwirtschaftliche Produktion müsse von den Agrarkonzernen weniger abhängig werden, die klein strukturierte bäuerliche Erzeugung verdiene Unterstützung von der Politik.

Deshalb setzt sich DIE LINKE ein für die Entwicklung einer wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft. „Sie soll insbesondere die Lage sozial benachteiligter Bäuerinnen und Bauern verbessern. Transportwege, Energie- und Stoffumsätze sind zu reduzieren. Futtermittelproduktion, Tierhaltung und Belastung der Ökosysteme gilt es auszubalancieren“, lautete das Fazit der Diskussion.

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