Blogrolls

 

Archiv

 

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS-Reader

RSS 0.91Nachrichten
RSS 2.0Nachrichten
 
2. August 201111:00

Obdachlosigkeit

2. August 2011

Eine Parkbank ist kein Zuhause

Leserbrief zum Artikel in der Neuburger Rundschau vom 27. juli 2011

Derartige Artikel stimmen mich höchst nachdenklich. Wie kann es denn überhaupt so weit kommen, dass Leute kein Obdach mehr haben und sie von dieser Gesellschaftsordnung zu einem Dahinvegetieren gezwungen sind? Wie gelesen, machen diese Zustände nicht einmal halt vor Frauen mit Kindern. Das Traurigste ist, dass es von der Allgemeinheit so hingenommen wird. Stumpfen die Menschen so allmählich ab? Ich habe noch sehr gut in Erinnerung, als in Deutschland-West, bis zum Mauerfall derartige Fälle höchst selten waren.

Da haben noch die Leute mit Arbeit von ihr leben können, was heute bei steigernder Zahl nicht mehr der Fall ist. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Der ‚Raubtierkapitalismus’ hat die Gesellschaft immer fester in seinem Würgegriff. Nur zur Erinnerung: Bis zum Mauerfall gab es in Deutschland keine einzige ‚Tafel’ (Suppenküche für Arme). Da schrieb man das Jahr 1989. Die erste wurde 1993 in Berlin geöffnet und es wurden immer mehr. In Neuburg ist sie seit März 2000 geöffnet, da gab es schon um die 860 in Deutschland, Tendenz steigernd.

Es scheint, dieser ‚Raubtierkapitalismus amerikanischer Prägung’ erobert von Amerika aus die ganze Welt. 40 Millionen Amerikaner sind Nahrungshilfe abhängig, 30 Millionen haben keine Krankenversicherung und wie viele Obdachlose es im Lande gibt, weiß niemand. Da stellt sich unwillkürlich die Frage: Ist der Mensch nichts mehr wert? Ist die Gier stärker als die Moral? Zählt denn tatsächlich nur Geld in dieser Gesellschaftsordnung? Besinnen sich die betroffenen Massen bei den Wahlen der Stärke ihrer Stimme? Nur sie können es ändern, denn sie sind zahlenmäßig die Stärksten. Von den Politikern und den ‚Eliten’ ist es kaum zu erwarten, sie sind ja nicht betroffen, sie leben sehr gut in dieser Gesellschaftsordnung. Könnte es sein, dass sich die Leute auf Ethik und Moral doch noch besinnen? Es bleibt abzuwarten!

Mit freundlichen Grüßen

Rigobert Hacker

Martin Böck(martin.boeck@dielinke-ingolstadt.de)PermalinkTrackback-Link
Tags: obdachlosigkeit, Mitteilungen
Views: 120

Kommentar(e)

Mein Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht