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8. November 201122:22

Sparen auf bayrisch

8. Dezember 2011

Seehofer wirbt für solide Finanzpolitik

Leserbrief zum Artikel vom 5. 11. 2011 im Donaukurier

„Die Worte des Herrn Seehofer ‚Wir müssen Chancen vererben und keine Schulden’ sind geradezu das Gegenteil von dem was man so in der Praxis betreibt. Es wird zwar gespart, was ja eigentlich richtig wäre, wenn man denn auch bei den ‚Richtigen’ sparen würde. Das ist jedoch leider nicht der Fall, im Gegenteil. Man macht den ‚Eliten’ Geschenke und verzichtet damit auf eine Menge Geld, mit dem man die angehäuften Riesenschulden gut abbauen könnte. Man senkte zum Beispiel den Spitzensteuersatz von 53 auf 42 Prozent, bei dieser Finanzlage eigentlich unbegreiflich!

Dabei gibt es Beispiele aus den USA, die sich durch die stärkere Besteuerung der ‚Reichen’ durchaus bewährt haben. US-Präsident Franklin D. Roosevelt schaffte mit seiner Aktion des ‚New Deal’ im Jahre 1933 mit der Anhebung des Spitzensteuersatzes von 24 auf 79 Prozent und die Präsident Dwight D. Eisenhower noch weiter anhob bis auf 91 Prozent den größten Aufschwung, den es in Amerika bis dahin gab.

Dass bei uns im Lande die ‚Eliten’ auch in diesem Ausmaß besteuert würden, davon sind wir weit entfernt, im Gegenteil wird über eine Steuererhöhung dieser Leute nicht einmal nachgedacht. Ich habe den Eindruck, dass hier die Finanzlobby sehr gute Arbeit leistet. Gespart wird dann wieder wie gewohnt im sozialen Bereich.“


Rigobert Hacker

Martin Böck(martin.boeck@dielinke-ingolstadt.de)PermalinkTrackback-Link
Tags: new deal, steuerpolitik, sparen
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