Gewinn rauf - Arbeiter runter (II)
Aus für EON Energie
Leserbrief zum Artikel vom 23.11.2011 im Donaukurier
„Die Hiobsbotschaften scheinen momentan in den Massenmedien einen festen Platz eingenommen zu haben. Doch bei einigen ist der Anlass vollkommen unverständlich, so zum Beispiel in dem Artikel zum EON-Energiekonzern.
Da verkündet doch der Konzernchef, Herr Johannes Teyssen, eine Streichung von weltweit 11.000 Stellen, allein in Deutschland voraussichtlich 6.500. Das Ganze klingt fast nach einem ‚Racheakt’ für die Energiewende nach dem Fukushima-Unfall. So hätten die Betreiber der Atommeiler weiterhin rund eine Million Euro täglich an zusätzlichem Profit gemacht. Deshalb ist die Aufregung dieser Herren durchaus verständlich, denn mit dem Ausfall dieses Gewinns müssen sie anderweitig schauen wie man die Kasse klingeln lässt.
Es nützt auch nichts, dass man im Jahre 2010 von Januar bis Ende Juni bei EON einen Erlös von 44 Milliarden Euro erzielte, ein Plus von etwa sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das maßlose Gewinnstreben scheint alleine das Handeln zu bestimmen. Was interessiert da schon das Schicksal von ein paar Tausend Arbeitern? Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen?“
Roland Keller
