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27. Januar 201211:00

Umverteilungspläne

27. Januar 2012

Ehrgeiziger Plan oder Luftnummer?

Leserbrief zu dem Artikel im Donaukurier vom 26.01.2012

„In der Tat, ein ehrgeiziger Plan. Er wäre auch nach meiner Meinung ziemlich ‚leicht’ durchführbar, da müsste man allerdings ein paar eingeschliffene Gepflogenheiten über Bord werfen. Zum Beispiel die Unantastbarkeit der Finanzlobby, doch dies dürfte wahrhaftig außerordentlich schwierig werden. Mein Eindruck ist nämlich, dass sie der ‚eigentliche Richtungsgeber’ ist und sagt wo es langgeht und nicht mehr in vollem Unfang die Regierung.

Es dürfte der Allgemeinheit bekannt sein, dass unsere Verschuldung pro Kopf ca. 24.000 Euro beträgt. Schon weniger bekannt ist, dass demgegenüber ein Guthaben vom Säugling bis zum Greis von pro Kopf ca. 61.000 Euro besteht. Das heißt, Geld ist vorhanden. Jetzt kommt es aber zum eigentlichen Problem. Dieses Geld ist jedoch auf eine kleine Prozentzahl der Leute verteilt und sie denken gar nicht daran irgendetwas freiwillig abzugeben. Schuld an diesem Dilemma ist unser, seit dem ‚Mauerfall’ immer besser wirkendes System, das immer mehr amerikanische Züge annahm, der ‚Raubtierkapitalismus’.

Man kann sich doch als normal denkender Mensch nicht der Frage erwehren, ob denn mit so einem System alles in Ordnung ist, wenn es doch solche ungerechte Gegensätze hervorbringt. Diese Stimmen, man staune, hört man sogar aus Davos, wo sich Politik und Wirtschaft zum 42. Mal zum Weltwirtschaftsforum treffen. Es bleibt nur die schwache Hoffnung, dass irgendetwas Vernünftiges herauskommt. Und dass man der maßlosen Gier, die sich bei der Finanzlobby etabliert hat und gegen jede Vernunft und Moral blind ist, einen Riegel vorschiebt. Besteht dazu noch ein Fünkchen Hoffnung?“

Rigobert Hacker

Martin Böck(martin.boeck@dielinke-ingolstadt.de)PermalinkTrackback-Link
Tags: schulden
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