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20. November 201119:37

Bildungskonferenz

Bildungsstandort Region Ingolstadt

Konferenz des Kurt-Eisner-Vereins Bayern in Ingolstadt

Die Analyse und die Diskussion über Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Bildungsbereiches in der Region Ingolstadt waren die Zielsetzung der Konferenz am Samstag in der Ingolstädter Stadtbücherei im Herzogskasten.

Veranstalter war der Kurt-Eisner-Verein Bayern in Kooperation mit der Ingolstädter Stadtratsgruppe der Linken und der Bundestagsabgeordneten Eva Bulling-Schröter.

In einer Einführungsrede verwies die Abgeordnete (siehe Foto!) auf die Notwendigkeit verstärkter Anstrengungen im Bildungsbereich der Region in den nächsten Jahren. „Die starke Abhängigkeit der Übertritte von der sozialen Herkunft, wie sie übrigens auch der städtische Bildungsbericht für die Stadt Ingolstadt nachgewiesen hat, fordert engagiertes Handeln“, so Eva Bulling-Schröter.

Hauptredner Ludwig Würfl aus Moosburg begründete anhand zahlreicher konkreter Beispiele warum Bildung immer als soziale Frage gesehen werden müsse. Als langjähriger Gewerkschafter und Hauptschullehrer empfahl er, konkret vor Ort mit Schritten in die richtige Richtung in Zusammenarbeit mit Betroffenen und vor allem mit den Gewerkschaften zu beginnen. „Gute Forderungen in Partei- oder Gewerkschaftsprogrammen wie ‚Eine Schule für alle’ genügen nicht, wenn die Menschen nicht da abgeholt werden, wo sie gerade stehen.“ Eine gründliche Analyse sei Voraussetzung für konkrete Weiterentwicklungen im Bildungssystem. Auch wenn immer die mangelnde Finanzsituation gesehen werden müsse, so seien doch vor allem Bemühungen zur Einführung der Ganztagsschule positiv zu beurteilen. Aus eigener Erfahrung wisse er jedoch, dass damit nur eine ‚gebundene Ganztagsschule’ mit einer rhythmisierten Gestaltung des Unterrichtstages und einer ausreichenden Personalausstattung sinnvoll sei.  

Roland Keller, Kreisverbandssprecher die Linken, zitierte zur Orientierung an den örtlichen Gegebenheiten anschließend einige Ergebnisse der ‚Grundlagenstudie Bildung der Region Ingolstadt’, die von der Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt, kurz IRMA, erarbeitet wurde. Die Aussagen „Insbesondere für die Stadt Ingolstadt ist in den nächsten Jahren mit einem weiter stark ansteigenden Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund zu rechnen“ und „Die Region weist einen relativ geringen Anteil von Bürgern mit Fach-/Hochschulreife auf“ deuten auf dringenden Handlungsbedarf. Wichtig seien ebenfalls die Feststellungen, dass der Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften auch in Zukunft steigen werde und dass weit mehr aus die Hälfte der Bevölkerung in der Region 10 über einen niedrigen schulischen Bildungsstand verfüge, so Keller. Zu beachten seien ebenfalls Schul- oder Ausbildungsabbrecher und die Tatsache von Jugendlichen ohne Ausbildung oder Schulabschluss, hier bestehe immer noch Handlungsbedarf.

Günther Schedl-Gschwendtner, pensionierter Gewerkschaftssekretär aus Nürnberg, zeigte die Situation und konkrete Forderungen in der frühkindlichen Entwicklung auf. Ganzheitliche Förderung und personelle und finanziell bessere Ausstattung seien Grundforderungen. Vor Ort gelte es sich genau über die zahlreichen Einrichtungen der Kindertagesstätten zu informieren und konkret sich im Sinne der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes, aber auch für die Beschäftigten einzusetzen. „Öffentliche Förderung darf es nur für Einrichtungen geben, die sich bei der Bezahlung auch an geltende Tarifverträge halten“, so der Gewerkschafter.

Zum Bereich „Bildung und Inklusion“ stand die Lehrerin an der Körperbehindertenschule Ingolstadt, Gabi Gabler, für Informationen und Fragen zur Verfügung. Bei den gestarteten Projekten in Bayern spreche sie viel lieber von ersten Schritten der Integration, da im Vergleich zu nordischen Ländern wie Finnland oder Norwegen in Deutschland immer noch zu viel „aussortiert“ werde.

In der zusammenfassenden Diskussion zeigte sich große Übereinstimmung, dass die Weiterentwicklung des Bildungsbereichs in der Region Ingolstadt dringend geboten sei. In einer Fortsetzung der Konferenz im nächsten Jahr wolle man sich mit dem Hochschulbereich, der beruflichen Bildung und der Weiterbildung befassen. Die Stadträte Ulrike Hodeck und Jürgen Siebicke sicherten zu sich um weitere Informationen zur Ingolstädter Situation und eventuell auch mit konkreten Anträgen im Stadtrat um Verbesserungen zu bemühen.


Roland Keller
Sprecher des Kreisverbandes Region Ingolstadt 

Martin Böck(martin.boeck@dielinke-ingolstadt.de)PermalinkKommentare 0
Tags: kurt-eisner-verein, bildung, konferenz
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18. November 201100:00

Bildungsstreik

17. November 2011

Solierklärung mit den Studierenden der Uni Eichstätt

der Bundestagsbgeordneten Eva Bulling Schröter

Liebe Studentinnen und Studenten der Universität Eichstätt
Liebe Freundinnen und Freunde,

zur heutigen Bildungsdemo die herzlichsten Grüße von mir der örtlichen Abgeordneten der LINKEN. Leider ist es mir, wegen langfristig vereinbarter Termine, nicht möglich heute dabei zu sein.
Bereits im Jahr 2009 habt ihr die Eichstätter Studentinnen und Studenten sehr plakativ dargestellt, in welcher bescheidener Lage sie sind. Es hat sich nichts geändert, ganz im Gegenteil. Und viele von euch sind wieder dabei.

Mit den doppelten Abiturjahrgängen und der Aussetzung der Wehrpflicht hat sich die Situation an den Hochschulen weiter verschärft. Neben der bisherigen eklatanten Unterfinanzierung fehlen in diesem Jahr zusätzlich 50 000 Studienplätze. Vorlesungen werden wegen Überfüllung teilweise in Container, Kinos und Theater ausgelagert. Vor den Mensen bilden sich lange Schlangen und bezahlbarer Wohnraum für Studierende ist in Eichstätt kaum mehr zu bekommen.

Die Mehrheit von Euch ist schon lange keine privilegierte gesellschaftliche Minderheit mehr. Ihr bekommt den Abbau öffentlicher Leistungen unmittelbar zu spüren, jobbt, wenn es denn überhaupt noch möglich ist, im Niedriglohnbereich und blickt mit Sorge auf einen zunehmend deregulierten Arbeitsmarkt. Ihr verdient unsere ganze Solidarität.

Auszubildende, Schülerinnen und Schüler und Studierende fordern gute Bildung für alle und mehr Sozialstaat. In Zeiten der Bankenrettungspakete ist Euer Protest nicht nur wichtig für Studierende, sondern für alle, die in einer solidarischen Gesellschaft leben wollen.

Es lohnt sich dafür zu streiten. Eure Aktion ist ein Teil davon. Dazu wünsche ich vollen Erfolg. Und ich wünsche euch, dass der Protest bis nach Ingolstadt hallt, denn dort wohnt der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und der sollte ihn hören und dann natürlich auch handeln

Wir, die LINKEN setzen uns dafür ein, dass dieser Protest so laut und so stark wie möglich wird, um das Recht auf Bildung für alle zu verwirklichen.

Und wir fordern deshalb:

Die Schaffung von mindestens 500.000 zusätzlichen Studienplätzen bis 2015: alle, die studieren möchten, sollen dazu auch die Möglichkeit erhalten.

Das Recht auf einen Master für alle.

Ausbau des BAföG zum bedarfsdeckenden Vollzuschuss; Schritt für Schritt Elternunabhängigkeit ausbauen, die Höchstdauer der Zahlung an die durchschnittliche Studienzeit anpassen.

Die Mittel pro Studienplatz erhöhen und sich dabei an den realen Kosten orientieren.

Studien-, Kita- und andere Bildungsgebühren abschaffen: die Lehr- und Lernmittelfreiheit sichern, Schul- bzw. Prüfungsgebühren in der beruflichen Bildung abschaffen.

Mitbestimmungsrechte in Bildungseinrichtungen stärken: bundesweite Vertretungen
von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Studierenden mit allgemeinpolitischem Mandat durchsetzen.

Länger gemeinsam lernen: Gemeinschaftsschule bis zur Klasse 10 bundesweit als Regelschule etablieren; individuelle Förderung verankern, statt auf private Nachhilfe zu setzen; ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen; Migrantinnen und Migranten Chancengleichheit sichern und Ausgrenzung beenden.

Gute und umfassende Berufsausbildung sichern: Schmalspurausbildungen und Warteschleifen abschaffen, Betriebe in die Verantwortung nehmen, Berufsausbildung reformieren und Qualität in den Mittelpunkt stellen;Mitbestimmungsrechte für Auszubildende stärken.

Mit solidarischen Grüßen

Eva Bulling-Schröter

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Tags: bildung, eichstätt, streik
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29. Juli 201107:00

DIE LINKE fordert– Fördermaßnahmen statt „sitzen bleiben“!

29. Juli 2011

Zum Beginn der Sommerferien 2011

An diesem Freitag gibt es für bayerische Schülerinnen und Schüler das Jahreszeugnis. Wieder wird in vielen Zeugnissen „nicht versetzt“ zu finden sein.

Der Kreisvorsitzende der Partei DIE LINKE Ingolstadt, Roland Keller äußert sich dazu:
„Sitzen bleiben hat nachgewiesenermaßen keinen pädagogischen Wert. Und noch dazu kostet Sitzen bleiben den Steuerzahler pro Schüler rund 4.000 bis 6.000 Euro. Dieses Geld wäre in individuellen Fördermaßnahmen und kleineren Klassen viel sinnvoller angelegt.“

Für viele Schüler steht mit dem Schuljahresabschluss auch der Wechsel von der Grundschule in die Dreigliedrigkeit an.

Dazu Roland Keller weiter:
„Bayern ist Deutscher Meister der sozialen Selektivität im Bildungssystem. Während in anderen Ländern die Dreigliedrigkeit des Schulsystems zum Alteisen gelegt wurde, rostet sie in Bayern munter vor sich hin.

Die Chance für Kinder von Spitzenverdienern, auf ein Gymnasium zu kommen ist in Bayern 14 mal so hoch wie  für Kinder aus Arbeiterfamilien. DIE LINKE tritt dafür ein, soziale Hürden im Bildungssystem abzubauen. Wir wollen die Gemeinschaftsschule für alle Kinder bis zur 10. Klasse.“

DIE LINKE steht für kostenfreien Zugang zu Bildung – von der Krippe bis zur Hochschule. Dazu ruft der bayerische Landesverband zur Unterzeichnung einer Petition zum Thema „kostenfreie Bildung“ an den bayerischen Landtag auf. Sie kann auf der Homepage
www.die-linke-bayern.de  heruntergeladen werden.

Martin Böck(martin.boeck@dielinke-ingolstadt.de)PermalinkKommentare 0
Tags: zeugnis, schule, bildung
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13. Mai 201100:00

zum Beginn des G8-Abiturs am 13.05.2011

13. Mai 2011

Der Ausbau der Hochschulen und Berufsfachschulen eilt auch in Ingolstadt / Eichstätt!

Am Freitag beginnen die Abiturprüfungen für die ersten G8-AbiturientInnen in der Region Ingolstadt wie in ganz Bayern.

Die von der Landesregierung zur Abfederung des doppelten Abiturjahrgangs extra eingeführten „Schnupperstudiengänge“ wurden von den G9-AbsolventInnen bislang kaum in Anspruch genommen. 39.000 junge Menschen haben in Bayern vor Semesterbeginn zusätzlich ihr Abitur gemacht, lediglich 8.455 kamen an die Hochschulen.

„Die jungen Menschen lassen sich nicht mit ‚Sonderangeboten‘ abspeisen, die nicht viel mehr als ein Bibliotheksausweis sind. Der doppelte Abiturjahrgang und die Aussetzung der Wehrpflicht wird im Wintersemester zu enormen Überlastungen der Hochschulen führen“, so die Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter.

Auch diejenigen Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die kein Studium beginnen wollen, stehen im Ausbildungsjahr 2011 häufig vor verschlossenen Türen. MdB, Eva Bulling-Schröter weiter: „2010 bekamen in Bayern nur 60% der BewerberInnen einen Ausbildungsplatz. Nicht nur die Hochschulen, sondern auch die öffentlichen Berufsfachschulen sind auf den doppelten Abiturjahrgang und die Aussetzung der Wehrpflicht nicht vorbereitet.

Ich fordere von der Landesregierung und den Bezirken, dass in den öffentlichen Berufsfachschulen zusätzliche innerschulische Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden.“ Gerade für Ingolstadt ist auch eine Erweiterung der Technikerschule Ingolstadt dringend notwendig, jedes Jahr müssen hier viele junge Menschen abgewiesen werden.

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Tags: g8, abitur, ausbau, bildung, studium
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3. Mai 201120:00

Artikel unseres Stadtrates im Blickpunkt Wochenende

3. Mai 2011

Semesterbeginn in Ingolstadt, nicht alles ist super!

Ingolstadt ist ein beliebter Hochschulstandort, aber trotzdem beginnt das Studium für viele junge Menschen nicht so, wie sie sich das wünschen. Jene die überhaupt das Glück hatten einen Studienplatz zu finden, stehen erst einmal vor dem Problem eine Wohnung zu finden. In einer Stadt wo bezahlbarer Wohnraum ohnehin äußerst knapp bemessen ist, wird es für Studierende extrem schwierig. Die Stadt hat das Problem viel zu spät erkannt, und die wenigen Bemühungen werden durch doppelten Abiturjahrgang und Hochschulerweiterung aufgewogen. Zudem müssen Studierende auch noch Studiengebühren bezahlen und dürfen nicht einmal entscheiden, was mit ihrem Geld passiert .Die LINKE Stadtratsgruppe begreift Bildung als individuelles Menschenrecht und als Grundvoraussetzung für eine funktionierende demokratische Gesellschaft. Studiengebühren und eine unzureichende soziale Infrastruktur erschweren vielen Abiturienten den Hochschulzugang. Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass ein Hochschulbesuch immer noch am Geld scheitert:

„Über 70 Prozent der Befragten erklären, dass fehlende finanzielle Voraussetzungen sie an der Aufnahme eines Studiums hindern. Wir fordern deshalb Chancengleichheit für alle Studierenden, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.

Jürgen Siebicke, Stadtrat

Martin Böck(martin.boeck@dielinke-ingolstadt.de)PermalinkKommentare 0
Tags: hochschule, wohnsituation, bildung
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