Zur Zeit wird gefiltert nach: finanzierung
Semesterbeginn
Skandalöse Zustände an den Hochschulen Bayerns
Bayerns Hochschulen sind in keinster Weise auf den doppelten Abiturjahrgang vorbereitet!
Junge und motivierte Menschen, die dieses Sommersemester in Bayern ein Studium beginnen, werden vielleicht auch in der Hochschule Eichstätt / Ingolstadt skandalöse Zustände vorfinden. Viele werden nicht einmal zu den Glücklichen gehören, die überhaupt einen Studienplatz bekommen haben!“, so der Kreissprecher der LINKEN der Region Ingolstadt, Roland Keller.
„Überfüllte Hörsäle, Vorlesungen bis in den späten Abend und am Wochenende, überarbeitete Professoren und Dozenten, Preiserhöhungen in den Mensen und Cafeterien und der Ausblick irgendwann in zwei bis vier Semester einen bezahlbaren Wohnheimplatz zu bekommen. Das sind die Studienbedingungen, unter welchen sich Studierende effizient und schnell auf ihren zukünftigen Beruf vorbereiten sollen. Dafür müssen sie auch noch Studiengebühren bezahlen und dürfen nicht einmal entscheiden, was mit ihrem Geld passiert .“
Die LINKE begreift Bildung als individuelles Menschenrecht und als Grundvoraussetzung für eine funktionierende demokratische Gesellschaft. Deshalb muss endlich Schluss sein mit dem ständigen Ausverkauf und der Unterfinanzierung von Bildung. Studiengebühren und eine unzureichende soziale Infrastruktur erschweren vielen Abiturienten den Hochschulzugang. Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass ein Hochschulbesuch immer noch am Geld scheitert: „Über 70 Prozent der Befragten finden, dass fehlende finanzielle Voraussetzungen sie an der Aufnahme eines Studiums hindern."
„DIE LINKE fordert deshalb einen dauerhaften Ausbau der Hochschulen: mit besserer Betreuung, ohne prekäre Arbeitsverhältnisse und mit der Gewährleistung von Chancengleichheit aller Studierenden, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.", so Roland Keller.
Des Herren Geldquellen sind vielfältig
Leserbrief
zu dem Artikel „Und den Bischof zahlt der Staat“ im Donaukurier vom 20/21.11.2010
Dass die Kirche aus Steuergeldern zusätzlich zur Kirchensteuer finanziert wird, wissen die wenigsten. Im Klartext: Zu Steuergeldern gehört auch die Mehrwertsteuer, das heißt, auch wenn sich Kinder einen Lutscher kaufen, zahlen sie mit an die Kirche. Im Geschäftsjahr 2009/2010 haben beide Kirchen in Bayern zusätzlich zur Kirchensteuer 87,2 Millionen Euro gekriegt. Im selben Jahr haben die sieben katholischen Bistümer in Bayern 1,2 Milliarden Euro an Kirchensteuer eingenommen. Es wäre ein Prozentsatz von rund 0,06 Prozent nötig gewesen um die eigenen Bischöfe selbst zu bezahlen.
Die Gehälter dieser Kirchenfürsten können sich sehen lassen. Der Bischof Walter Mixa zum Beispiel bekommt jetzt noch 5.000 Euro monatlich. Beide Kirchen berufen sich auf den Reichsdeputations-Hauptschluss aus dem Jahre 1803, als die Kirche teilweise enteignet wurde. Der Vertrag regelt Entschädigungen, von Ewigkeitszahlungen war nie die Rede. Wenn die beiden Herren Generalvikar Isidor Vollnhals und Finanzdirektor Domdekan Willibald Harrer behaupten, die „Kirchlichen Kindergärten und Schulen sind ein Zuschussbetrieb“, fällt schwer es zu glauben bei der Tatsache, dass man Kirchen im Zusammenhang mit „karitativen Aufgaben“ nur beobachten kann, wenn es jemand anders bezahlt. De facto heißt es doch: Bezahlen tust du, das Sagen habe ich! Das leuchtende Beispiel ist der oben genannte Bischof Mixa, der Wein für mehrere Tausend DM bestellt, sich ihn aber vom Waisenhaus bezahlen ließ. So sieht die „urchristliche Sendung“ in Einrichtungen aus, bei denen die Kirche beteiligt ist.
Die genannten Zahlen wurden entnommen der Sendung Frontal.
Mit freundlichen Grüßen
Rigobert Hacker
Ryder Cup
Die LINKE stellt weiterhin öffentliche Fragen zur Finanzierung
In mehreren Presseartikeln war nun schon im Zusammenhang mit dem Ryder Cup zu lesen, dass die LINKE, besonders der Neuburger Ortsverband, auf Gesprächsangebote des Golfclubs nicht eingegangen sei.
„Tatsache ist“, so Roland Keller, Sprecher des Neuburger Ortsverbandes, „dass es weder mündlich, telefonisch oder schriftlich jemals von Herrn Thonig Kontakt zur Neuburger Linken oder zum Kreisverband Ingolstadt gab. Auch an die Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter, die sich mit zwei Anfragen wegen der Finanzierung an die Bundesregierung gewandt hat, gab es keine Mitteilungen. Ein Schreiben vom Büro der Bundestagsabgeordneten mit der Bitte nach einem Gesprächstermin von Ende Juli wurde von Herrn Thonig bis heute nicht beantwortet.
In mehreren öffentlichen Veranstaltungen, bei denen über die Einstellung zu dem geplanten Großereignis diskutiert wurde, war kein Vertreter des Veranstalters anwesend.
Die LINKE wird auch weiterhin öffentlich, vor allem die Finanzierung betreffend, kritische Fragen stellen, denn sie ist überzeugt, dass nicht die gesamte Bevölkerung begeistert ist von diesem elitären Spektakel, das - wie jetzt immer deutlicher wird – zu wesentlichen Teilen auch noch aus öffentlichen Geldern finanziert werden soll. Die zentrale Frage lautet: „Wenn die Veranstalter sich des großartigen Welterfolgs hier in Rohrenfeld so sicher sind, warum sind sie dann nicht bereit dies auch selbst zu finanzieren?“
Mit freundlichen Grüßen
Roland Keller
Sprecher des Ortsverbandes Neuburg
