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Nach Zuschlag für Frankreich
Ryder Cup geht in Luft auf
„Mit der Entscheidung gegen Neuburg hat sich der Wunsch einiger Weniger auf ein sportliches Großevent zerschlagen. Es ist an der Zeit darüber nachzudenken, ob derlei gigantische Planungen im Sinne der Nachhaltigkeit noch zeitgemäß sind, “ so Eva Bulling-Schröter, örtliche Bundestagsabgeordnete und umweltpolitische Sprecherin der LINKEN.
„Offensichtlich sah dies die Bundesregierung so, die sich ja weigerte in den Ryder Cup Steuermittel zu investieren. Offen bleibt, ob der Ryder Cup, wie immer wieder von den Organisatoren versprochen, wirklich wirtschaftlich so viele Vorteile für die Region gebracht hätte. Oder ob nicht die Stadt und der Landkreis auf einem Schuldenberg sitzen geblieben wären. Fakt ist, die Region profitiert im ökologischen Sinne und die Landschaft bleibt unzerstört.
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass der Breitensport genauso gefördert wird wie sportliche Großevents, die nur einigen wenigen nutzen.“
Nicht nur ein Spaziergang
Spaziergang gegen den Ryder Cup
Leserbrief zu ebenjenem Artikel im Donaukurier am 8.1.2011
Der Spaziergang war nicht nur ein Spaziergang. Die Initiatoren zeigten bisher unbekannte Pläne zum Ryder-Cup.
Wenn zutrifft, dass dem Kreisrat und dem Stadtrat in Neuburg in den Anfängen der Entscheidungsfindung für den Ryder-Cup wichtige Dokumente vorenthalten bzw. nicht nachgeschoben wurden, dann verwechselt wohl die Führungsriege des Landratsamtes und die der Stadt Neuburg Demokratie mit Kommerz bzw. dann wurde Kommerz als eigentliches Demokratie-Verständnis interpretiert. Von daher wäre dann die (vielleicht) blauäugige Zustimmung aller Räte ohne Gegenstimmen zu verstehen. Ist damit zu rechnen, dass es noch weitere kritische Dokumente im Verborgenen gibt, etwa solche vom Wasserwirtschaftsamt? Das heiligste Recht des Demokraten ist, nach gründlicher Prüfung aller Fakten eigene Entscheidungen treffen zu dürfen. Vielen Menschen ist das wohl nicht mehr gegönnt.
Rolf Kaufmann
Ryder Cup
Die LINKE stellt weiterhin öffentliche Fragen zur Finanzierung
In mehreren Presseartikeln war nun schon im Zusammenhang mit dem Ryder Cup zu lesen, dass die LINKE, besonders der Neuburger Ortsverband, auf Gesprächsangebote des Golfclubs nicht eingegangen sei.
„Tatsache ist“, so Roland Keller, Sprecher des Neuburger Ortsverbandes, „dass es weder mündlich, telefonisch oder schriftlich jemals von Herrn Thonig Kontakt zur Neuburger Linken oder zum Kreisverband Ingolstadt gab. Auch an die Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter, die sich mit zwei Anfragen wegen der Finanzierung an die Bundesregierung gewandt hat, gab es keine Mitteilungen. Ein Schreiben vom Büro der Bundestagsabgeordneten mit der Bitte nach einem Gesprächstermin von Ende Juli wurde von Herrn Thonig bis heute nicht beantwortet.
In mehreren öffentlichen Veranstaltungen, bei denen über die Einstellung zu dem geplanten Großereignis diskutiert wurde, war kein Vertreter des Veranstalters anwesend.
Die LINKE wird auch weiterhin öffentlich, vor allem die Finanzierung betreffend, kritische Fragen stellen, denn sie ist überzeugt, dass nicht die gesamte Bevölkerung begeistert ist von diesem elitären Spektakel, das - wie jetzt immer deutlicher wird – zu wesentlichen Teilen auch noch aus öffentlichen Geldern finanziert werden soll. Die zentrale Frage lautet: „Wenn die Veranstalter sich des großartigen Welterfolgs hier in Rohrenfeld so sicher sind, warum sind sie dann nicht bereit dies auch selbst zu finanzieren?“
Mit freundlichen Grüßen
Roland Keller
Sprecher des Ortsverbandes Neuburg
Wer soll Golf bezahlen?

In dem Artikel „Bundesregierung will keinen Präzedenzfall“ wird im Bemühen um Steuermillionen für die Ryder-Cup-Bewerbung der Neuburger Oberbürgermeister Dr. Gmehling zitiert: „Es geht um die lächerliche Summe von 18 Millionen“.
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass für den Wittelsbacher Ausgleichsfond, die Firma Audi, den Golfverband, für weitere euphorische Unterstützer dieses elitären Großevents, sowie für Politiker, die sich nach der Selbstdarstellung an der Seite der Weltprominenz sehnen, die Aufbringung dieser Gelder kein Problem sein dürfte. Allerdings sind dazu dann keine öffentlichen Mittel notwendig.
Mit freundlichen Grüßen
Roland Keller
Anfrage Ryder Cup

Am 9. September stellte unsere Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter folgende Anfrage an die Bundesregierung:
Einzelfrage zur schriftlichen Beantwortung für den Monat September 2010
Sehr geehrte Frau Rochlitz,
hiermit stelle ich, ergänzend zu einer gleichgelagerten Anfrage im Monat August, folgende Einzelfrage zur schriftlichen Beantwortung für den Monat September 2010 an die Bundesregierung:
In welchem Umfang beabsichtigt die Bundesregierung die mögliche Austragung des internationalen Golfturniers Ryder Cup 2018 in Deutschland durch ideelle, finanzielle oder infrastrukturelle Maßnahmen zu unterstützen und welche Art Garantien hat die Bundesregierung bezüglich der Bewerbung und Durchführung dieses Turniers bislang abgegeben.
Mit freundlichen Grüßen
Eva Bulling-Schröter
