Leiharbeiter sollen die Zeche zahlen

Die Leiharbeiter sind auch in Ingolstadt von der Krise ganz besonders bedroht. Von ca. 1000 alleine bei AUDI ist die Rede und die Planungen für die Entlassung aller Leiharbeiter bei AUDI laufen.

Jürgen Siebicke, Stadtrat der LINKEN in Ingolstadt, konnte bisher weder im Stadtrat, noch bei Ralf Zöllner, dem Chef der ingolstädter Arbeitsagentur, konkrete Informationen erhalten. Dennoch will sich Die Linke intensiv mit dem Thema auseinandersetzen.

Gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Eva Bulling-Schröter plant die linke Stadtratsgruppe eine Konferenz zur Leiharbeit. Ingolstadt, mit über 30 Leiharbeitsunternehmen, bietet sich als Veranstaltungsort an. Dabei soll die Leiharbeit grundsätzlich betrachtet werden. Die Rechte der Leiharbeitnehmer, ihre Arbeitsbedingungen, Entlohnung und betriebliche Mitbestimmungsmöglichkeiten, auch im Vergleich zu den Stammbelegschaften, sollen unter die Lupe genommen werden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf europäischer und Bundesebene, aber auch
tarifliche Gestaltungsmöglichkeiten sollen diskutiert werden. Zunehmend werden Leiharbeiter von der Wirtschaft als Verfügungsmasse benutzt. Laut der Bundeszentrale Zeitarbeit (BZA) wurden seit Beginn der Wirtschaftskrise bereits 150 000 Leiharbeiter entlassen und das ist erst die Spitze des Eisberges.

Die bisherigen Maßnahmen der Regierung werden die Entlassungswelle bei den Leiharbeitern nicht aufhalten. Das ganze Leiharbeitssystem muss auf den Prüfstand. Alle Handlungsmöglichkeiten müssen bedacht werden. Dafür ist der Dialog mit allen Beteiligten notwendig. Die Leiharbeiterkonferenz in Ingolstadt soll einen Beitrag dazu leisten.