Da die Finanzierung an der Verweigerung der Banken gescheitert ist, soll nun die Stadt direkt aus ihren Rücklagen für wirtschaftlich schwere Zeiten dem FC Ingolstadt einen Kredit von 20 Millionen Euro geben.
Damit trägt die Stadt das volle Risiko für das Stadion, das insgesamt 23 Millionen kosten soll. Die Banken weigerten sich von Anfang an dem FC Ingolstadt einen Kredit zu geben, weil ihnen das Risiko zu hoch ist.
Obwohl durch den Abstieg aus der 2. Bundesliga das Ausfallrisiko noch mal dramatisch stieg, geht die Stadtregierung jetzt für den Profisport an die Rücklagen, die in der nächsten Zeit noch dringend für die Bürger benötigt würden. Die PR-Texte des Unternehmens FC Ingolstadt 04 lassen durchblicken, worum es geht. In der Fan-Zeitung „Schanzer News“, Ausgabe 16, heißt es:
Für die Sponsoren und Partner des FC Ingolstadt 04 stehen etwa 1200 Business-Sitze und rund 15 Logen mit hochwertigem Design und exklusiver Bewirtung zur Verfügung. Zwischen den Business-Sitzen und den technisch perfekte ausgestatteten Medienplätzen erstreckt sich das Logenband, das sich nahtlos in das Gesamtbild des Stadions einfügt. EIn besonders modernes Ambiente für den professionellen Business-Kontakt: Vor jeder Loge befindet sich ein Balkon mit Sitzplätzen sowie einer kleinen Terrasse.
Business-Sitze, Gourmetverpflegung und Luxuslogen für „den professionellen Business Kontakt“. Dafür sollen 20 von 23 Millionen Euro direkt aus der Stadtkasse in den Bau des Stadions fließen. 15 000 Zuschauer sollen im AUDI-Sportpark Platz finden, während der Schnitt in der 2. Liga bei 5 530 Personen lag.