Mit Sicherheit ein gutes Geschäft

Jürgen Siebicke
Jürgen Siebicke

von Stadtrat Jürgen Siebicke

Wäre ich jemand, der in Ingolstadt ein gutes Geschäft machen möchte, hätte ich mit Sicherheit eine gute Geschäftsidee gefunden. Ich würde drei sogenannte Stänkerer auf Minijobbasis für ca. ein halbes Jahr engagieren. Diese hätten dann die Aufgabe an den Wochenenden in der gesamten Stadt mit irgendwelchen Betrunkenen Schlägereien anzustiften, so dass die Polizei so richtig überfordert und mit ihrem Personal total überlastet ist. Nebenbei würde ich versuchen die öffentliche Diskussion dahingehend zu bestimmen, dass ein Gefühl der Angst entsteht, welches die Forderung nach mehr Sicherheit mit sich bringt. Es würde sich aus Altstadtbewohnern, Wirten und Politikern ein Kompetenzteam (IN-Kompetenz) gründen, das dann ganz schnell einen privaten Security Service (City Streife) fordert. Ich hätte inzwischen ein Sicherheitsunternehmen (IN-Security) gegründet, und könnte der Stadt ein sehr kostengünstiges Angebot machen, weil ich vor allem Harz IV Empfänger auf 1,50 Euro Basis beschäftigen würde. Wie gut dass ich niemand bin der in Ingolstadt ein gutes Geschäft machen möchte, und dass Unternehmer nicht so schlecht denken wie ich. Oder doch? Wer die allmontaglichen Zeitungsmeldungen liest und die momentane Diskussion in unserer Stadt verfolgt, könnte durchaus den Eindruck gewinnen, dass ich mit meiner Verschwörungstheorie recht haben könnte. Eins ist auf jeden Fall sicher, die LINKE. Stadtratsgruppe wird niemals einer Privatisierung der Öffentlichen Sicherheit zustimmen. Öffentliche Sicherheit ist und bleibt die Aufgabe der Polizei. Hier haben private „Schwarze Sheriffs“ nichts zu suchen.