Zunehmende Insolvenzen auch in der Region

Die Politik ist gefordert

Mit Besorgnis sieht die Ingolstädter Bundestagsabgeordnete, Eva Bulling-Schröter, die zunehmende Anzahl von Insolvenzen auch in der Region. In vielen Fällen spielt dabei das Verhalten der Banken eine zentrale Rolle. „Für mich“, so die Politikerin, „haben Banken grundsätzlich eine dienende Funktion um die wirtschaftlichen Kreisläufe in Schwung zu halten. Doch manchmal habe ich den Eindruck, als würde nur der richtige Moment abgewartet, um den Hahn zuzudrehen.“ Immer häufiger würde von den Banken die Kreditvergabe verweigert, es werde der Zinssatz erhöht oder zusätzliche Sicherheiten gefordert. Milliarden Euro Steuergelder sind in den Bankensektor geflossen, die Europäische Zentralbank hat den Zinssatz herunter gefahren und dennoch fließt kein Geld. Einer Umfage des Kreditversicherers Euler Hermes zu Folge ist bei rund 40 Prozent aller Insolvenzen in der ersten Jahreshälfte die Kreditklemme „die zentrale Ursache“. Gemeinsam mit der Fraktion der Linken hat Frau Bulling-Schröter einen Antrag auf den Weg gebracht, der die Privatbanken auf das Gemeinwohl verpflichten will und eine direkte Kreditvergabe durch die KfW ermöglichen soll. „Wir wollen den Privatbanken Zügel anlegen und sie zu ihren eigentlichen Aufgaben zurückführen. Doch gerade in den Regionen tragen auch die Sparkassen große Verantwortung. Hier ist auch die örtliche Politik gefordert.“