Ein Dauerbrenner für viele Alleinerziehende sind die ausbleibenden Unterhaltszahlungen. Bei kleineren Kindern helfen die Ämter aus und gehen für die säumigen Zahler in Vorleistung. Werden die Kinder älter, müssen (meist) die Mütter bzw. die Kinder selbst die Unterhaltsforderungen einklagen. Damit eskaliert der Streit. DIE LINKE Stadtratsgruppe hat nun bei der Stadt Ingolstadt angefragt, ob die zuständigen Ämter über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus, bei säumigen Unterhaltszahlungen für Kinder und Jugendliche, in Vorleistung gehen können. Nach Überzeugung der beiden Stadträte Ulrike Hodek und Jürgen Siebicke vergiftet der Streit um nicht geleistete Unterhaltszahlungen in vielen Fällen das Verhältnis zwischen den Eltern, aber auch zwischen Kindern und dem unterhaltspflichtigen Elternteil. Klageverfahren zwischen Kindern und nichtzahlenden Elternteilen machen einen unbeschwerten Umgang völlig unmöglich. Diese Auffassung wird auch von Sozialverbänden und Jugendrichtern vertreten.