Neuburger Offener linker Stammtisch

Anfang 2009 trafen sich zum ersten Mal politisch interessierte Menschen beim 'Offenen linken Stammtisch’. Die Motivation für regelmäßige weitere Treffen, jeweils am Mittwoch um 19 Uhr, bestand vor allem in der Unzufriedenheit mit der Politik der etablierten Parteien, vor allem im Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Wer bezahlt die Zeche? Zunehmender Sozialabbau und Arbeitsdruck! Unglaubwürdigkeit und Vertrauensverlust der Politik, auch Verständnis für Nicht wählerinnen, waren Themen für engagierte Diskussionen der sehr unterschiedlichen Meinungen. Einig war man sich jedoch, dass man sich einmischen müsse im Sinne einer ‚neuen offenen sozial-ökologisch’ ausgerichteten Gestaltung der Gesellschaft, beginnend vor Ort in Neuburg und im Landkreis. Denn auch auf der örtlichen Ebene erscheint die repräsentative Demokratie zunehmend fragwürdiger, wenn bei Themen wie Golfplatz, Feinschmeckermesse, Großer Zapfenstreich der Bundeswehr zum Beispiel im Neuburger Stadtrat einstimmig abgestimmt wird.

Die parteioffene Arbeit des Stammtisches wird hoffentlich auch im zweiten Jahr ebenso engagiert weitergeführt. Wichtig ist beim Stammtisch der Neuburger LINKEN, darüber sind sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, dass alle Aktivitäten auf Freiwilligkeit basieren und deshalb auch Spaß machen und nicht zur Überforderung führen dürfen. „Machen wir also so weiter wie im ersten Jahr und versuchen zusätzlich noch neue Stammtischler für unsere wöchentlichen Treffen zu gewinnen!“, appelliert der Sprecher Roland Keller.

Arm und Reich liegen oft Nahe beisammen

Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten Und so verwundert es nicht, dass eine Feinschmeckermesse, die auch noch den Neuburger Stadthaushalt kräftigt belastet oder die umfangreichen Planungen neuer Golfanlagen, mit der dazugehörenden öffentlichen Infrastruktur, Themen des linken Stammtisches in Neuburg sind. Aber natürlich auch Informationen aus erster Hand über die Arbeit der „Neuburger Tafel“ und das Schicksal der Ärmsten in der Stadt.