Die Linke Ingolstadt kritisiert Postengeschacher
Große Fraktionen in Ingolstadt wollen Schäfchen ins Trockene bringen
Bayernweit werden aktuell Gespräche über die inhaltliche Ausrichtung der Städte und
Gemeinden geführt. Nur die Ingolstädter Kommunalpolitik geht ihren eigenen Weg:
Beinahe panisch versuchen gerade verschiedenste Fraktionen, erst mal ihre
Schäfchen ins Trockene zu bekommen und ihre Posten abzusichern. Warum auch über
Inhalte reden, wenn man stattdessen um Personalien streiten kann?
“Dabei gäbe es wirklich genug zu tun. Nicht nur haben wir immer noch eine
Haushaltskrise zu bewältigen, es wäre auch endlich mal an der Zeit, den
Wohnungsmangel zu lindern, den Investitionsstau an unseren Schulen wegzuarbeiten,
die Zukunft des Hämerbaus als gesellschaftliches Zentrum der Stadt zu sichern und so
vieles mehrˮ, so Caroline Klapper, Vorsitzende der Linksfraktion im Ingolstädter
Stadtrat.
“Ich bin auch ehrlich verwirrt darüber, wie unprofessionell die aktuelle Debatte läuft
und wie weit man bereit ist, den Wähler:innenwillen hinten an zu stellenˮ, führt Malik
Diao, Mitglied des Stadtrats, weiter aus: “Wieso die CSUFraktion einen absoluten
Verlierer dieser Kommunalwahl als zweiten Bürgermeister ins Rennen schickt, ist für
uns nicht nachvollziehbar. Gerade mit Blick auf die Berichte zur Rechtsblockbildung im
Ingolstädter Stadtrat erscheint die Personalie Hofmann uns als ausgesprochen
schlechte Wahl. Außerdem: Wie kommt eine Partei, die auf mindestens zwei Partner
angewiesen ist, um regierungsfähig zu sein, überhaupt darauf, zwei Drittel der
Bürgermeister:innenposten stellen zu können?ˮ.
“An der aktuellen Debatte sieht man, dass keiner der großen Akteure eine Vorstellung
davon hat, wie es finanziell, bildungspolitisch und in Sachen Kultur und Wohnungsbau
mit unserer Stadt weitergehen soll. Solche Probleme haben wir Linken nicht, aktuell
bereiten wir uns darauf vor, unser Wahlprogramm mit zahlreichen Anträgen in den
Stadtrat zu tragen und Ingolstadt bezahlbar, lebenswert, bunt und inklusiv zu
gestalten!ˮ, schließt Eva Bulling-Schröter, ebenfalls Mitglied des Stadtrats.
