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Christian Pauling

Wie fanden Sie die Antrittsrede des neuen Ingolstädter Oberbürgermeisters - was haben Sie vermisst?

Wir haben die Antrittsrede von Dr. Scharpf sehr positiv aufgenommen. Er setzt nicht nur auf das schlichte Wachstum der Wirtschaft, sondern auch auf den Charakter und die Lebensqualität unserer Heimat. Hier rennt er bei uns offene Türen ein - genauso wie mit seiner Aussage, Ingolstadt als Großstadt nicht nur auf dem Papier zu verkörpern, sondern auch im Kopf und Herzen. Das quantitative Wachstum muss auch mit einer qualitativen Veränderung im Agieren der Stadtspitze einhergehen.

Es reicht nicht die Stadt sich selbst zu überlassen und die Entwicklung an einen ominösen Markt zu delegieren. Das Gemeinwohl zu stärken bedeutet beherzt einzugreifen und den Prozess des Stadtwachstums im Sinne aller in geordnete Bahnen zu lenken. Dazu gehört wie der Oberbürgermeister richtig unterstrichen hat auch die Anerkennung der Probleme, die mit einem größeren Ballungsgebiet einhergehen. Das heißt, die Lösung der Verkehrsproblematik über eine Stärkung des ÖPNV genauso wie eine Regulierung der Mietenexplosion durch kommunale Bau- und Wohnprogramme. In diesen Bereichen hat Dr. Scharpf glaubhaft gemacht, dass er sich den Problemen nicht nur gewahr ist, sondern auch Willens, sich ihnen tatkräftig anzunehmen. Hierbei kann er sich vollends auf unsere Unterstützung verlassen. Die Linke wird den Prozess natürlich immer auch kritisch, aber im höchsten Maße konstruktiv begleiten und hoffen, dass er unsere Einwände nicht als Demontage, sondern gut gemeinte Beiträge versteht, um das Ergebnis des Verwaltungshandeln zu verbessern. Uns liegt abseits aller parteipolitischen Manöver das Wohl unserer Heimatstadt am Herzen und das spüren wir auch bei den Aussagen und Handlungen unseres OBs.