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Francesco Garita

Pressemeldung "Quo VadisAudi nach der Verhaftung von Rupert Stadler?

Wir begrüßen es einerseits, dass die Ermittlungen im Sumpf der Diesel-Mafia

nun endlich die Ebene der mutmaßlichen Verantwortlichen erreicht hat.“ So

äußerte sich Franceso Garita, Kreissprecher der LINKEN Region Ingolstadt

anlässlich der heutigen Festnahme des Audi Vorstandsvorsitzenden Rupert

Stadler.

„Andererseits sehen wir Rupert Stadler nur als Bauernopfer, um eine

mutmaßlich korrupte Firmenstruktur und eine fehlgeleitete Konzernkultur

weiter aufrecht zu erhalten. Maßgeblich für den Diesel-Skandal war unserer

Ansicht nach eine völlig fehlgeleitete Konzernkultur, die immer noch

dominiert wird von einer Kultur des blinden Gehorsams und des Wegschauens.“

so Garita weiter.

„Die Rechnung für den Diesel-Skandal wird in erster Linie die Belegschaft
bezahlen, sowie die Zuliefererfirmen und die Konsumenten. Denn wo werden VW
und Audi den Rotstift zuerst ansetzen, um die Verluste durch den
Diesel-Skandal wieder hereinzukriegen? An erster Stelle bei den unteren
Ebenen der Arbeiter und Angestellten, sowie bei Externen und Zulieferern“
äußert Garita im Hinblick auf die Auswirkungen.

Im Hinblick auf die Zukunft Ingolstadts zeigt Francesco Garita mögliche
Folgen auf: „Für Ingolstadt kann das fatale Folgen haben aufgrund der
wirtschaftlichen Monostruktur, die allein auf Audi ausgerichtet ist. Wir
wollen nicht das nächste Detroit werden, nur weil sich ein paar Manager
nicht an die Regeln halten.“

Für die Zukunft wünscht sich Garita von den Automobilkonzernen und der
Politik: „Wir brauchen eine andere Konzernkultur, in der sich Mitarbeiter
auch berufen fühlen, aufzuzeigen und ggf. einzugreifen wenn etwas nicht nach
den Regeln läuft. Gefordert ist aber in erster Linie die Politik, die bisher
nur als Zuschauer der Unternehmenswillkür passiv gegenüber gestanden ist.
Wir brauchen eine Politik, die klare Konsequenzen zum Wohle der
Allgemeinheit aus dem Diesel-Skandal zieht und der Wirtschaft zukünftig
aufzeigt, wo ihre Grenzen sind.“