Igel müssen geschützt werden
Mit einem Gruppenantrag haben Linke, Grüne und die ÖDP einen weiteren Vorstoß in Richtung Igelschutz gemacht. In ihrem Stadtratsantrag fordern sie ein Nachtverbot für Mähroboter.
Neben einem Verbot soll genauso auf Information, Sensibilisierung und Beratung der Bürgerinnen und Bürger sowie der sonstigen Nutzerinnen und Nutzer gesetzt werden.
Dabei sollten insbesondere auch die Möglichkeiten moderner, tierfreundlicher Mähtechnik und igelfreundlicher Mähzeiten vermittelt werde, so der Antrag.
Der Braunbrustigel steht seit Oktober 2024 erstmals auf der weltweiten Roten Liste der IUCN. Als besonders geschützte Art ist er bereits nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz und dem Tierschutzgesetz geschützt; sein Töten oder Verletzen ist verboten, so die Antragsteller.
Und weiter heißt es: Mähroboter zählen im Alltag jedoch zu den Hauptgefahren für die Tiere, schließlich fliehen Igel bei Gefahr nicht, sondern rollen sich ein, was bei direktem Kontakt mit einem Mä̈hroboter oft tödlich endet.
Inzwischen haben dementsprechend rund 30 Städte und Landkreise in elf Bundesländern ein Verbot per Allgemeinverfügung erlassen, zuletzt die gesamte StädteRegion Aachen (seit 01.09.2026). Allein
in Bayern gilt es in Bayreuth, Erlangen, Regensburg, im Landkreis Schwandorf, und in Augsburg.
Auch der Deutsche Städtetag fordert, genau wie die Umweltministerkonferenz und ein Bündnis von zwölf Tier- und Naturschutzverbänden, offiziell ein bundesweites Nachtfahrverbot (siehe Präsidiumsbeschluss „Wildtiere in der Stadt").
