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Begründung:

Wie der derzeit veröffentlichte Armutsbericht der Bundesregierung zeigt, sind immer mehr Menschen von Armut betroffen. Insbesondere das Armutsrisiko von Kindern und Jugendlichen nimmt dramatisch zu. Dies gilt unabhängig davon, welcher Armutsbegriff zugrunde gelegt wird.

Armut gibt es auch in Ingolstadt. Von Armut betroffen sind auch hier überwiegend von Arbeitslosigkeit betroffene Menschen, Menschen mit niedrigem Erwerbseinkommen, Obdachlose, Mehrkindfamilien und Alleinerziehende. 6500 Menschen in Ingolstadt sind auf ALGII oder Sozialhilfe angewiesen und gelten somit als arm . Hinzu kommen all jene die Arbeit haben, deren Lohn jedoch unter der von der EU definierten Armutsgrenze liegt. Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass die Zahl der in SGB II – Bedarfsgemeinschaften lebenden Kindern unter 15 Jahren von 1065 Personen im Jahr 2002 auf über 2300 in 2007gestiegen ist. Die Zahlen belegen die Notwendigkeit, das Thema Armutsbekämpfung auch auf kommunalpolitischer Ebene verstärkt anzugehen.

Zur gezielten Förderung der Maßnahmen die aus der Armut führen, ist ein genaueres Bild der Lage vor Ort notwendig. Städte wie München, Nürnberg Gießen, Mainz oder Remscheid bspw. erstellen dazu einen kommunalen Armutsbericht.

Antrag

Der Stadtrat möge beschließen:

Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, jährlich einen kommunalen Armutsbericht vorzulegen, mit dem Ziel Armutsprobleme frühzeitig zu erkennen, armutsbekämpfende Maßnahmen zu entwickeln und bestehende Fördermöglichkeiten effizienter einzusetzen.

Dabei sollen grundlegende Daten aus Sozial- und Jugendamt, dem Job-Center (ARGE), und aus weiteren Quellen zusammengefasst werden.

Besondere Berücksichtigung finden soll dabei die Situation von Kindern und Jugendlichen, sowie von Menschen, die sich in Erwerbslosigkeit, Obdachlosigkeit und anderen akuten Notlagen befinden.

Auf Grundlage des Armutsberichtes sollen Förderinstrumente, welche Menschen aus ihrer Armutslage helfen können, entwickelt und gezielt eingesetzt werden.

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